Lesen am Netz
Bücher | Websites
hrsg. von Walter Grond und Beat Mazenauer
StudienVerlag / haymonverlag
www.lesenamnetz.org

Die Reihe "Lesen am Netz" schließt an ein Projekt an, das Walter Grond im Jahr 2002 als literarischer Gast am Collegium Helveticum der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich zusammen mit Johannes Fehr initiiert und durchgeführt hat. Aus dem Projekt, an dem auch die Neue Zürcher Zeitung online und das ZKM Karlsruhe mitbeteiligt waren, ging ein zweibändiges Buch mit dem Titel "Schreiben am Netz. Literatur im digitalen Zeitalter" im Haymon Verlag hervor.

Der Studienverlag möchte, anknüpfend an dieses innovative, auch durch das schlichte weiße Layout gekennzeichnete Buch, eine neue Reihe begründen: "Lesen am Netz. Bücher | Websites".

In ihrem Mittelpunkt werden unter verschiedensten Aspekten und in verschiedenster Form Fragen nach dem Lesen und Verstehen im Medienzeitalter ausgelotet und überprüft.
- Wie verändern sich im digitalen Zeitalter das Lesen und die Leser?
- Verwahrlost das Verstehen, wenn Lesekompetenz nicht mehr vordringlich auf Schrift abstellt?
- Löst sich der traditionelle Lesebegriff im digitalen Zeitalter auf, indem er die anderen Sinne einbezieht und ein neues Licht auf das soziale Lernen wirft?
- Wie orientieren wir uns in einer Welt, in der sich unterschiedlichste Kulturen und Kulturtechniken rasant durchmischen?
"Lesen am Netz" ist eine offene, zukunftsorientierte Reihe, die angesiedelt ist an Schnittstellen von Literatur, Wissenschaft, Kunst, Medien und Gesellschaft. Angestrebt wird dabei eine essayistische Form, die zwischen den Disziplinen und Medien zu vermitteln vermag.

"Lesen am Netz" erscheint gedruckt und in elektronischer Form. Sie verknüpft so die klassische Buchform mit einer Website, auf der die geschlossenen Textformen miteinander verlinkt, aufgesprengt und bespielt werden können. Die Reihe bettet die Texte zudem ein in jenes elektronische Informations-Netz, das heute in allen Belangen immer wichtiger wird.
Buch und Webseite betonen dabei ihre je spezifischen Qualitäten, mit dem Effekt, dass sie nicht zwangsläufig identisch zu seinbrauchen. Das Buch beinhaltet Texte, die nicht auf der Webseite erscheinen, zugleich kann die Webseite Texte oder vor allem auch Bilder enthalten, die nicht aus dem Buch stammen. So wie das Buch eine redaktionell gefestigte Einheit darstellt, so kann die Webseite flexibel angepasst und ergänzt werden.