Melitta Becker: Vorwort
Felix Keller: Archivieren und Lesen im Zeitalter des Internet. Das readme.cc Forschungsprojekt
Martin Gierl: «Historia literaria»: Die Entstehung organisierter Wissenschaft und die virtuelle Bibliothek des gesamten Wissens 1680-1750
Rüdiger Görner: Enzyklopädismus als aufklärerische Dimension bei Novalis
Peter Haber: Ordnung und Unordnung im digitalen Zeitalter
Matthias Bruhn: Wissen als Nachricht
Endre Kiss: Das Archiv in den Umrissen einer Wissensgesellschaft
Wolfgang Ernst: Die neuen Archive. Kultivierung von Unordnung
Grond / Mazenauer / Kohli: Wissensraum und Schnittstelle: Die Virtuelle Bibliothek readme.cc
Michael Kaiser: historicum.net – zeitenblicke – sehepunkte:eine virtuelle Bibliothek für die Geschichtswissenschaften
Felix Keller: Die Ordnung der Gesichter. Fotografische Archive und die Unsichtbarkeit der Gesellschaft
Peter Stockinger: Das Programm «digitale audiovisuelle Forschungsarchive»
Gesine Boesken: Das Flüchtige archivieren? Literarisches Handeln und Anschlusskommunikation im Internet
Karin Harrasser: Oszillierend Schreiben. Sind Weblogs Archive des «schwebenden Urteils»?
Johannes Gfeller: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner elektronischen Be-Netzbarkeit
Michel Kauffmann: Kartographie (Mapping) als ästhetisch-kognitives Modell in der Cyber-Literatur
Klaus Zeyringer: Im Erzählreservoir. Netz, Verweissysteme – Archiv, Bibliothek
Beat Mazenauer: Die Muse Serendipity küsst das Archiv
László Kovács: Internet und Germanistik

Archiv am Netz

Im Mittelpunkt des Buches stehen Fragen der Wissensökonomie in der Informationsgesellschaft, die unter dem Begriff des Archivs diskutiert werden.
Archivierung von Wissen erfolgt nicht mehr in Form des klassischen statischen Aufbewahrens von Informationen, sondern gestaltet sich durch die neuen Möglichkeiten des Internets dynamisch und vernetzt. Der virtuelle Zugriff verlangt vom Benutzer andere Formen der Orientierung. Vor allem Geschwindigkeit und Masse verändern den Zugang zu Informationen und dynamisieren ihrerseits wiederum den Umgang mit Wissen. Der virtuelle Raum fordert den Benutzer laufend zu neuen Entscheidungen heraus und aktiviert in dieser Weise die permanente Auseinandersetzung mit der Fragestellung.
Welche Konsequenzen, welche Möglichkeiten, welche Gefahren, aber auch welche Utopien sich mit der vernetzten Technologie sowohl für den einzelnen als auch für gesamtgesellschaftliche Prozesse ergeben, mit diesen Fragen setzt sich dieser Sammelband auseinander.