Günther Friesinger / Karin Harrasser: Public Fictions. Wie man Menschen und Roboter erfindet
Brian Duffy: Die Problematik sozialer Roboter
Jutta Weber: Hilflose Maschinen und treu sorgende Pflegepersonen. Über jüngste Tendenzen in der Forschung zur Mensch-Roboter-Interaktion
Barbara Becker: Humanoide Roboter, emotionale Konversationsagenten. Anmerkungen zu neuen Konzepten in der Mensch-Maschine-Interaktion
Severin Perrig: „Nichts als Pappendeckel und Uhrfedern!“ Vorelektronische Roboterfiktionen aus dem Feld der Literatur
Peter Asaro: A.I. und Roboter mit Gefühlen – „Collaborative Fiction“. Kollektive Fiktionen in Wissenschaft und Film Multiple Autorschaft
Thomas Ballhausen: Normierte Körper des Begehrens und Gehorsams. „The Stepford Wives“ und die Stereotypien der Perfektion
Barbara Eichinger: „Because we can“ – ?
Felix Keller: Von Sternen und Menschen. Mathematische Fiktionen von Gesellschaft
Beat Mazenauer: Realer Roboter. Augmented Reality in der praktischen Anwendung

Public Fictions

Der Begriff „Public Fiction“ bezeichnet allseits gegenwärtige Fiktionen, die Gesellschaft und Technik gemeinsam hervorbringen. Entlang solcher Fiktionen werden technische Artefakte und soziale Konventionen gebaut, die ihrerseits wiederum unsere Idee dessen, was Gesellschaft, was eine Maschine, was ein Mensch ist, prägen. In Public Fictions und durch sie wird festgelegt, was überhaupt gedacht und getan werden kann. Sie strukturieren, wofür sich TechnikerInnen, WissenschafterInnen und PolitikerInnen interessieren, und formen ganz wesentlich mediale Berichterstattung über Wissenschaft. Eine der mächtigsten Public Fictions in diesem Zusammenhang ist wohl, dass sich Lebensqualität und Wohlbefinden als Folge technischer Entwicklungen zunehmend erhöhen, aber auch die Erzählung vom technikbedingten Verlust sozialer Fertigkeiten.
Die AutorInnen dieses Buches verfolgen die wechselseitige Inspiration von Technologien und Fiktionen mit einem speziellen Blick auf die Geschichte der „sozialen Robotik“.